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Asylunterkunft in der Leipziger Vorstadt angegriffen - Brandanschlag auf ehemalige Asylunterkunft in Zschillichau - Rechter Übergriff in Geising - Mehrere Menschen nach Auseinandersetzungen am Wiener Platz verletzt

14.01.16

Wie die Polizei heute bekannt gab, kam es in der Nacht zu Mittwoch zu einem Angriff auf eine von Asylsuchenden bewohnte Unterkunft in der Leipziger Strasse. Dabei soll eine Fensterscheibe in der 1. Etage durch den oder die nächtlichen Angreifer beschädigt worden sein. Erst nachdem Bewohner den Sicherheitsdienst darüber informiert hatten, verständigte dieser die Polizei. Da die Beamten jedoch niemanden mehr vor Ort feststellen konnten, werden Zeugen des Angriffs gebeten, sich unter der 0351-4842233 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

17.01.16

Vermutlich in den zurückliegenden zwei Wochen wurde im Grossdubrauer Ortsteil Zschillichau eine Tür und ein Stromkasten eines bis 2005 als Asylunterkunft genutzten Gebäudes in Brand gesetzt. Dabei seien nach Polizeiangaben mehrere Räume, der Flur und der Keller des Hauses stark verrusst worden. Erst im Dezember hatte das Landratsamt Bautzen bekannt gegeben, den ehemaligen Armeestützpunkt als Unterkunft für bis zu 400 Menschen von der Gemeinde mieten zu wollen. Nach einer Unterschriftenaktion gegen das Vorhaben, hatte sich zu Jahresende auch der Gemeinderat von Grossdubrau in einer Abstimmung "generell" gegen Pläne ausgesprochen, in dem Gebäude Asylsuchende unterzubringen.

19.01.16

Nach einem Übergriff auf zwei aus Afghanistan geflüchtete Männer (21/26) in Altenberg sucht die Polizei nach Hinweisen auf den Täter. Am Sonntag war gegen 11:15 Uhr ein Unbekannter zielgerichtet auf die beiden Männer zugegangen und beleidigte sie rassistisch. Anschliessend schlug er den 21-Jährigen mit seinem hakenkreuzverzierten Stahlhelm nieder und prügelte danach weiter auf ihn ein. Erst als Passanten den Betroffenen zu Hilfe kam, liess der zwischen 25 und 30 Jahre alte Mann von seinem Opfer ab, zeigte den Hitlergruss und entfernte sich vom Ort des Geschehens.

Bei dem Angriff auf einem Rodelhang in dem zu Altenberg gehörenden Ortsteil Geising wurde der 21-Jährige verletzt und musste medizinisch versorgt werden. Die Polizei, die nun wegen gefährlicher Körperverletzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt, sucht nach einem glatzköpfigen Mann, der etwa 175 cm gross und von kräftiger Statur sein soll. Zur Tatzeit trug er eine hellblaue Jeans und eine khakifarbene Jacke. Ausserdem hatte er sich einen sogenannten "Hitlerbart" geschoren. Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer 0351-4832233 entgegen.

24.01.16

Nur wenige Stunden nachdem Sachsens LKA-Chef Jörg Michaelis bei einer CDU-Versammlung in Blasewitz mit abenteuerlichen Geschichten mal wieder vor "Linksextremisten" warnte und dabei auch erste Tote nicht ausschliessen wollte, kam es nach einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen Fussballanhängern der SG Dynamo Dresden und Migranten am späten Samstagnachmittag zu Jagdszenen am Dresdner Hauptbahnhof. Dabei griffen teilweise vermummte Personen mehrere Migranten und Läden in einer Einkaufspassage unter dem Bahnhof an. Die herbeigerufene Polizei nahm insgesamt sieben Tatverdächtige vorläufig fest und ermittelt nun wegen Landfriedensbruch.

Als Reaktion auf eine Auseinandersetzung, bei der zuvor nach rassistischen Beleidigungen mindestens eine Person am Kopf verletzt worden war, hatten sich gegen 17 Uhr etwa 30 Anhänger der Schwarz-Gelben zunächst in die Wiener-Platz-Passage begeben und anschliessend bei ihrer rassistisch motivierten Suche nach den Tätern mehrere unbeteiligte Personen angegriffen und verletzt. Dabei hatten die Täter auch zwei von Migranten betriebene Geschäfte attackiert und Inventar beschädigt. Insgesamt wurden nach Polizeiangaben mindestens vier Menschen verletzt, eine Person musste in ein Krankenhaus gebracht werden.

Schon seit mehreren Monaten steht der Ort im Fokus polizeilicher Ermittlungen. Allein im vergangenen Jahr ging die Polizei mit 25 öffentlichkeitswirksamen Razzien gegen mutmassliche Drogendealer und Kleinkriminelle vor. Trotz eines grossen Personalaufwandes hielt sich der Erfolg bislang jedoch in Grenzen. So konnten bei einem über mehrere Stunden andauernden Einsatz im November lediglich Kleinstmengen mit Betäubungsmitteln festgestellt werden. In der Vergangenheit hatte es auch teilweise Kritik am Vorgehen der Polizei auf dem Wiener Platz gegeben.

Nicht nur am Samstag kam es am Dresdner Hauptbahnhof zu rassistisch motivierten Angriffen auf Migranten, bereits in der Nacht zum Sonnabend waren zwei Männer (21/25) auf dem Wiener Platz durch drei Unbekannte zunächst rassistisch beschimpft und anschliessend geschlagen worden. Nachdem der 21-Jährige zu Boden ging, trat einer der Angreifer ihm ins Gesicht. Beide Personen wurden bei dem Übergriff leicht verletzt. Die Täter konnten unerkannt entkommen.

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