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26. Jahrestag von Hoyerswerda 1991 - Webdokumentation zur Entwicklung der Stadt seit den Angriffen
Premierenveranstaltung am 17.09.2017

Am Sonntag (17.09.2017) jährt sich das rassistische Pogrom von Hoyerswerda zum 26. Mal. Dann erscheint auch der zweite Teil der Webdokumentation HOYERSWERDA-1991 der out of focus Filmproduktion und der Initiative "Pogrom 91". Zeitzeuginnen und Zeitzeugen berichten in zahlreichen Filmen über die Entwicklung der Stadt, den Umgang mit Neonazis und die Erinnerung an 1991 in den vergangenen 25 Jahren. Hintergrundtexte bieten vertiefende und einordnende Informationen. Die Interviews mit 15 Protagonistinnen und Protagonisten sowie über 30 Stunden Filmmaterial wurden in kurzen Infoclips aufbereitet, die in Bereichen wie "Stadtentwicklung", "Neonazis", "Opfer rechter Gewalt", "Justiz" und "Widerspruch" zusammengefasst sind.

"Die besondere Herausforderung bestand darin, die vielen Aussagen der Zeitzeugen und Zeitzeuginnen über den langen Zeitraum von 1991 bis 2017 zusammenzufassen und in kurzen, gut nachvollziehbaren Videoclips aufzubereiten," berichtet Julia Oelkers von der out of focus Filmproduktion. "Unser Anspruch war dabei, viele unterschiedliche Perspektiven auf die Entwicklung der Stadt darzustellen - besonders wichtig war die oft vernachlässigte Sicht der Betroffenen rechter Gewalt. Deshalb kommen neben in Hoyerswerda aufgewachsenen alternativen Jugendlichen verschiedener Generationen auch ehemalige Vertragsarbeiter aus Mosambik zu Wort, die 1991 aus Hoyerswerda vertrieben wurden", so die Dokumentarfilmerin. Das Projekt möchte auch einen Blick darauf ermöglichen, welche Faktoren eine Rolle spielen, wenn eine Stadtgesellschaft den Umgang mit Neonazis sucht. "Darum haben wir auch mit Aktiven eines Bürgerbündnisses gesprochen, die sich für Flüchtlinge und gegen rechte Aufmärsche engagieren", sagt Julia Oelkers.

Die Premiere der ersten Filme des Projekts findet am 17. September 2017 um 16 Uhr in der Kulturfabrik Hoyerswerda (Bürgerzentrum, Braugasse 1, 02977 Hoyerswerda) statt. Die Veranstaltung wird von Danilo Starosta vom Kulturbüro Sachsen moderiert.

Das Projekt wird gefördert durch (in alphabetischer Reihenfolge): Amadeu Antonio Stiftung, Freudenberg Stiftung, GLS Treuhand e.V., Partnerschaften fur Demokratie (Landkreis Bautzen), Rosa Luxemburg Stiftung, Sebastian Cobler Stiftung, Stiftung Menschenwürde Arbeitswelt.

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